Mia Malu Buckley, Künstlerin und Studentin Schmuckdesign
Michael Sans













Ich bin Mia Malu Buckley, Künstlerin aus Berlin, und studiere derzeit Schmuckdesign in Pforzheim. Ich arbeite sowohl an meinem eigenen Schmuckwerktisch in Pforzheim als auch im Berliner Atelier meines Stiefvaters Julian Hoffmann. Der Wechsel zwischen diesen beiden sehr konträren Orten prägt meine Arbeitsweise und eröffnet mir unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen.
Schon während meines Aufwachsens hatte ich durch meine große Patchworkfamilie früh Kontakt zu Kunst und Kultur. Die vielen kreativen Einflüsse, mit denen ich umgeben war, haben mich nachhaltig geprägt.
In meiner Praxis, die sich zwischen Kunst und Design bewegt, entwickle ich experimentellen Schmuck, der traditionelle Vorstellungen von Schönheit hinterfragt. Meine Arbeiten entstehen aus persönlichen Beobachtungen, eigenen Erfahrungen und meinem unmittelbaren Umfeld. Auch wenn meine Objekte manchmal abstrakt wirken, bleiben sie stets eng mit dem menschlichen Körper verbunden und verstehen Schmuck als Medium für Erzählung und Ausdruck.
Inhaltlich setze ich mich mit der gesellschaftlichen Rolle der Frau sowie mit strukturellen Benachteiligungen auseinander. Dabei reflektiere ich sowohl alltägliche Erfahrungen als auch größere gesellschaftliche und politische Entwicklungen, insbesondere im Zusammenhang mit aktuellen Machtverhältnissen und dem zunehmenden konservativen Rechtsruck. Meine Arbeit verstehe ich als Einladung, bestehende Strukturen sichtbar zu machen, zu hinterfragen und neue Perspektiven auf Körper, Identität und Schmuck zu eröffnen.
Fotos © Michael Sans
I am Mia Malu Buckley, an artist based in Berlin, and I am currently studying jewelry design in Pforzheim. I work both at my own jewelry workbench in Pforzheim and in the Berlin studio of my stepfather, Julian Hoffmann. Moving between these two very contrasting places shapes my way of working and opens up different perspectives and approaches.
Growing up in a large patchwork family, I was exposed to art and culture at an early age. The many creative influences surrounding me have had a lasting impact on my development.
In my practice, which moves between art and design, I create experimental jewelry that questions traditional notions of beauty. My works emerge from personal observations, lived experiences, and my immediate surroundings. Even when my objects may appear abstract, they remain closely connected to the human body and understand jewelry as a medium for storytelling and expression.
Conceptually, my work engages with the societal role of women as well as with structural forms of disadvantage. I reflect both on everyday experiences and on broader social and political developments, particularly in relation to current power structures and the growing conservative shift to the right. I see my work as an invitation to make existing structures visible, to question them, and to open up new perspectives on the body, identity, and jewelry.
Photos © Michael Sans





